2. Bundesliga, Frauen:

Paroli bieten in der Hauptstadt

Um den Spreefüxxen Berlin kommenden Samstag um 15.00 Uhr auswärts Paroli bieten zu können, müsse man auf dem Spielfeld, genauso wie auf der Bank, mehr investieren, meint TGN-Coach Stefan Eidt nach der Pleite vergangenes Wochenende. Als „schlechteste Saisonleistung“ betitelte er die Partie gegen den SV Werder Bremen und sieht trotzdem realistische Chancen auf einen Erfolg beim nächsten Gegner: „Ich hoffe, dass wir das Spiel schnell aus den Köpfen kriegen und uns an den letzten Siegen orientieren, bei denen wir eine gute Leistung gezeigt und gepunktet haben.“ Damit sind die jüngsten Erfolge aus diesem Jahr gegen Rödertal (31:23), Leipzig (25:23) und Solingen-Gräfrath (32:19) gemeint.

Auch wenn Berlin momentan fünf Plätze vor der TGN (10. Rang) in der Tabelle steht, zeigte das Hinspiel im Oktober doch, dass sich die Nürtingerinnen vor dem kommenden Gegner nicht verstecken müssen. Bis in die Schlussminuten lagen die TGlerinnen in Front, bevor Lea Schuhknecht mit einem ausgekugelten Gelenk am Zeigefinger das Spielfeld verließ und die Berlinerinnen die Partie in den letzten zwei Minuten zu ihren Gunsten drehten und mit 31:30 letztlich für sich entschieden. Dafür würde sich das Team rund um Eidt gerne revanchieren: „Wenn wir über 60 Minuten in der Abwehr konstant dagegenhalten und mit Selbstvertrauen im Angriff das Tor suchen, dann kann das ein heißer Tanz werden.“ In der Vergangenheit wurden Spiele immer wieder durch ein aggressives Abwehrverhalten, dem Zusammenspiel mit den Torhüterinnen, schnelle Gegenstöße oder über die Zweite Welle gewonnen. Weil die Füchse Berlin auf allen Rückraumpositionen sehr torgefährlich sind und mit zwei unterschiedlichen Kreisläufertypen variabel und damit schwer zu verteidigen sind, scheint Eidts Verlangen nach permanenter Konzentration und vollem Einsatz nötig. Aber auch die Spreefüxxe kassierten am vergangenen Spieltag gegen die Tabellenzweiten HL Buchholz 08-Rosengarten eine Niederlage (23:26) – gewannen zuvor allerdings drei Partien in Folge. Mental werden sie versuchen an diese Siegesserie anzuknüpfen.
In Nürtingen hat man etwas dagegen: „Und wenn wir das gesamte Spiel über hinten liegen, aber am Ende punkten, dann ist mir das auch recht“, blickt Eidt voraus. Dem Ziel des Klassenverbleibs würde die Turngemeinde damit ein großes Stück näherkommen.

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Füchse Berlin