Württembergliga Süd, Frauen:

TGN2 bleibt auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze

Die Wiedergutmachung für die beiden Niederlagen ist geglückt: Mit einem überzeugenden 27:19-Sieg gelingt der TG Nürtingen 2 die Rehabilitation im letzten Spiel der Hinrunde.
Die Frage vor Spielbeginn war, wie die Damen aus der Neckarstadt die beiden vergangenen Niederlagen verdaut hatten. Trainer Rolf Gaber machte dabei vor allem eines deutlich: „Abwehrarbeit ist Willenssache und der Wille hat in den vergangenen Spielen gefehlt“. Deshalb forderte er vor allem, dass die Abwehr von Anfang an präsent sein müsse. Und das war sie. Zwar gelang es den Gastgeberinnen mit 2:1 nach fünf Zeigerumdrehungen in Führung zu gehen, das sollte aber auch ihre einzige Führung im ganzen Spielverlauf bleiben. Dann stand das TG-Bollwerk und der Angriffsmotor lief warm. Nele Hennig verwandelte zwei Siebenmeter, Sandra Härtl und Clea Dürner trafen ebenfalls. Und so stand es plötzlich 5:2 aus Sicht der Bundesligareserve (11.Minute). Und auch wenn TV-Trainer Armin Dobler nun zum Gespräch bat, so konnte er nicht verhindern, dass Stephanie Wachtarz noch zum 6:2 nachlegte. Statt aber so souverän weiter zu spielen, schlichen sich im Angriffsspiel plötzlich überhastete Aktionen ein, die vor allem Selin Genc nutzte und durch einfache Kontertore ihre Farben wieder heranbrachte. Anna-Lena Fischer markierte dann auch noch in der 20. Minute den 9:9-Ausgleich. Rolf Gaber zog nun seinerseits die Grüne Karte, um zu Disziplin zu mahnen. Und nun stach Rückraumspielerin Härtl. Nach dynamischen Lauftäuschungen wurde sie durch Hennig und Molner angespielt und netzte sicher ein. So schaffte sie es quasi im Alleingang- fünf von sieben Toren in dieser Phase gingen auf ihr Konto- den Abstand bis zur Halbzeit auf 16:12 hochzuschrauben.

Und so konsequent man in die Kabine gegangen war, so konsequent ging die TG danach wieder zu Werke. Sara Kuhrt erhöhte mit einem Lattenkracher, ehe die starke Carla Weiß das Tor vollends vernagelte, falls doch einmal eine Gegenspielerin den Weg durch die Abwehr gefunden hatte. Auch ein gehaltener Siebenmeter durch Weiß erhöhte die Moral ihre Vorderleute. Und dann ging es nach vorne wie die Feuerwehr. Sowohl Hannah Eisenbraun als auch Celine Gaber machten von Linksaußen aus der ersten und zweiten Welle schöne Treffer und erhöhten zwischenzeitlich auf 16:24 (52. Minute). Als dann Hennig ihren fünften Strafwurf verwandelte, war allen klar, dass sechs Minuten vor Spielende bei acht Toren Vorsprung der Drops gelutscht war. Aber Celine Gaber war das egal: sie besserte ihr persönliches Torekonto durch zwei sehenswerte Treffer auf. Auch wenn die nun auf Reichenbacher Seite eingewechselte Jennifer Jahn noch einmal den Zug zum Tor ihrer Mannschaft erhöhte und davon vor allem Ann-Kristin Seiter profitierte, fiel das Endergebnis mit 27:19 für die TG Nürtingen II sehr zufriedenstellend aus. Denn dadurch zieht man punktemäßig mit Tabellenführer TV Weilstetten gleich und überwintert in Lauerstellung. Allerdings geht es vor der Weihnachtspause am Donnerstagabend (20 Uhr) in Waiblingen noch um den Einzug ins Final4 des HVW-Pokals. Auch hier soll wieder der Wille ausschlaggebender Faktor zugunsten der TG werden.

TV Reichenbach: Genc (4), Hammann, Weiß, Richter (1), Jahn, Teichmann (4/4), Greth, Kienzlen (1), Fischer (2), Seiter (4/2), Stockburger (2), Seidel (1), Wolf

TG Nürtingen 2: Weiß, Giernstein; Molner, Gaber (4), Lalucis, Wachtarz (1), Härtl (8), Fischer, Dürner (1), Eisenbraun (3), Hennig (7/5), Kuhrt (3)

Zeitstrafen: Genc, Stockburger – Molner, Wachtarz, Fischer, Eisenbraun (2)

Schiedsrichter: Lukas Riede & Andrea Rizzo (JSG Balingen-Weilstetten)

Zuschauer: 150