2. Bundesliga, Frauen:

Bremen nicht gewachsen

Mit viel Selbstvertrauen war die TG Nürtingen nach Bremen gereist, um in der Dieter-Fischer-Sporthalle die nächsten Punkte abzuholen. Dass daraus aber nichts wurde, lag zum einen an den höchstmotivierten Gastgeberinnen, zum anderen aber auch an der TGN selbst, die allzu viel Ladehemmung an den Tag legte. Mit 29:23 landete der SV Werder Bremen einen ungefährdeten Sieg und gab damit die rote Laterne wieder an Solingen-Gräfrath ab.
„Für uns sind ab sofort alle kommenden Spiele Endspiele“, bekannte Bremens Trainer Robert Nijdam als er zu der Bedeutung solcher Partien gegen Mitkonkurrenten um den Abstieg wie Nürtingen befragt wurde. Damit verdichtete Nijdam in wenigen Worten die Verfassung seines Teams, das am Samstag gegen die TG Nürtingen mit höchster Motivation aufwartete. „Meine Mannschaft hat dagegen den Abstiegskampf nicht so richtig angenommen“, konstatierte Stefan Eidt zur Präsentation der Turngemeinde.

Eine besondere Schwäche offenbarte die TG Nürtingen am Samstag aber vor allem im Abschluss. Ab Mitte der ersten Halbzeit ohne eigene Treffer brachte Nürtingen unweigerlich ins Hintertreffen. Damit waren die Weichen für eine positive Entwicklung des SV Werder Bremen gestellt. Trotz zweier vergebener Siebenmeter hatten die Gastgeberinnen genügend Selbstvertrauen getankt, um alle Annäherungsversuche der TGN abzuwehren.

Zwei Mal noch näherte sich die Turngemeinde nach kaltschnäuzig verwandelten Siebenmetern von Nina Fischer zum 15:12 (35.) sowie zum 16:13 (37.), dann aber riss der Faden bei den Gästen aus dem Neckartal. „Wir haben heute unser schlechtestes Saisonspiel abgeliefert“, kommentierte Stefan Eidt die Vorstellung seiner Mannschaft. Unglückliche Angriffsaktionen gingen Hand in Hand mit Unaufmerksamkeiten in der Abwehr, die mit dem kompromisslosen Offensiveinsatz des SV Werder allzu häufig vor allem über außen und am Kreis ihre liebe Not hatte. Beflügelt von der erfolgreichen Abwehr aller Nürtinger Gegenmaßnahmen setzte sich Bremen immer weiter von den Gästen ab. Mit 29:23 landete der SV Werder Bremen einen ungefährdeten Sieg mit dem die Hanseatinnen den letzten Platz in der Tabelle an Solingen- Gräfrath abgaben.

SV Werder Bremen: Andresen, Anschütz; Pods (3), Thomas, Mehrtens (5), Heinrich, Neßlage (3/1), Seidel, Engelke (8/3), Gajewski (1), Güter, Döpke (3), Defayay (6)

TG Nürtingen: van de Polder, Hesel; Kuhrt, Fischer (8/4), Wieder (2), Cleve (1), Schuhknecht (5), Siller (2), Klotzbücher, Bauer (3), Treusch (1), Wagner (1)

Schiedsrichter: Christopher Hillebrand & Stefan Umscheidt (Frankholz)

Zeitstrafen: Thomas, Mehrtens, Gajewski, Defayay – Fischer, Wieder, Cleve, Schuhknecht, Siller, Wagner

Zuschauer: 244

Homepage Gegner:

SV Werder Bremen