2. Bundesliga, Frauen:

TG Nürtingen lässt Gedern/Nidda keine Chance

Der Aufsteiger Gedern/Nidda hatte sich beim Heimspiel gegen die TG Nürtingen durchaus Erfolgschancen ausgerechnet. Mit einer konzentrierten Mannschaftsleistung wehrte die TGN aber alle Überrumpelungsversuche ab und krönte ihre durchgängige Vormachtstellung mit einem 31:26 Erfolg beim Aufsteiger.

Mit einem besonderen Augenmerk auf Verena Breidert wollte Gedern/Niddas Trainer Breiler die Chance für einen Sieg gegen die TG Nürtingen ergreifen. Freilich hatte er auch davor gewarnt das restliche Team der Turngemeinde zu unterschätzen. Entsprechend entschlossen gingen seine Spielerinnen vor allem in der Abwehr zu Werke. Doch trotz teilweise rustikaler Gangart, zeigte sich, dass der hessische Aufsteiger den Gästen nicht so richtig gewachsen war. Nach einer schnellen 1:0 (Thiele, 2.) Führung der Spielgemeinschaft übernahm die Turngemeinde das Heft des Handelns und führte dank einer aufmerksamen Abwehrleistung nach einer Viertelstunde bereits mit 6:4. Carmen Siller brach erfolgreich durch die Abwehrreihen der HSG und setzte mit ihrem Treffer eine erste Wegmarke für die TGN.

TG Nürtingen lässt sich nicht beeindrucken

Immer wenn sich die HSG anschickte ein klein wenig näher zu kommen, hatte die TG Nürtingen eine Antwort parat und blieb weiter auf der Höhe des Geschehens. Zwar gelang es Gedern/Nidda auch immer wieder aus dem Rückraum oder über Außen zu punkten, jedoch ließ sich die Turngemeinde davon nicht beeindrucken und blieb weiter einen Schritt voraus. Tor für Tor legte die TG Nürtingen vor und durfte schließlich eine beruhigende 16:10 Führung mit in die Kabine nehmen.
„Wir haben heute verdient gewonnen, aber das Spiel war teilweise doch etwas zerfahren und anstrengend,“ kommentierte Stefan Eidt den weiteren Spielverlauf. Die TGN lag zwar deutlich in Führung, hatte aber den Gastgeberinnen noch nicht den Schneid abgekauft. Vor allem zu Beginn der zweiten Spielhälfte hatte die TG Nürtingen eine turbulente Phase zu überstehen. Zwei Zeitstrafen und drei Verwarnungen kassierte die Turngemeinde binnen acht Minuten gleich nach dem Seitenwechsel, während die Gastgeberinnen unbehelligt blieben. Vom lautstarken Publikum angetrieben konnte die Spielgemeinschaft daraufhin bis auf 16:20 (Eisenacher, 44.) verkürzen, vermochte es aber nicht die TGN ins Wanken zu bringen.

TG Nürtingen bleibt tonangebend

Nach den schadlos überstandenen Unterzahlphasen wirkte die TG Nürtingen im Gegenteil neu gestärkt und tonangebend auf dem Spielfeld. Als Verena Breidert per Siebenmeter (50.) zum 25:20 für die TGN verwandelte waren die Weichen eindeutig auf Sieg gestellt. Jedem Annäherungsversuch der HSG erteilte die TGN postwendend eine Abfuhr und blieb ungefährdet auf Kurs. Mit dem verdienten 31 :26 Erfolg belohnte sich die TG Nürtingen für eine couragierte Leistung und betrieb damit auch Eigenwerbung für das Lokalderby gegen Herrenberg am kommenden Freitag. Dann kann die TG Nürtingen voraussichtlich auch wieder auf Lea Schuhknecht, die diesmal bereits auf der Auswechselbank Platz nahm, und Lenya Treusch zugreifen, womit sich der personelle Engpass allmählich weitet. Weiterhin fehlen wird dagegen Nadine Hofmann, die freilich aber erste Regenerationsschritte macht. Gegen eine mittlerweile ins untere Tabellendrittel abdriftende SG H2Ku ist die TG Nürtingen am Freitagabend jedenfalls reichlich gefordert und muss sich auf heftig wehrende Gäste aus dem Gäu gefasst machen.

HSG Gedern/Nidda: Elisath, Heß; Patz (1), Rösner, Schüler (3), Niebergall, Kraft, Mulch, Thiele (1), Schmeißer (1), Eisenacher (6), Amos (8/5), Nowak (4), Schindler (2)

TG Nürtingen: Hesel, Lukau; Kunicke (3), Fischer (5/1), Wieder (1), Cleve (3), Schuhknecht, Breidert (11/2), Siller (2), Quattlender (2), Bauer (4)

Schiedsrichter: Frederic Linker/ Sascha Schmidt (Bochum)

Zeitstrafen: Niebergall – Kunicke, Bauer

Zuschauer: 350