Württembergliga Süd, Frauen:

TGN 2 reißt das Ruder nochmal um

Auch das Rückspiel gegen die HSG Fridingen/Mühlheim war für die TG kein Zuckerschlecken, jedoch gelang es den Damen von Rolf Gaber erneut, beide Punkte beim 31:26 (13:13)- Sieg einzufahren.

Die Nürtinger Damen kamen nicht gut ins Spiel. Zu viele überhastete Aktionen, bei denen der Ball meist schon vor Torabschluss verloren ging, nutzte die HSG ihrerseits, um daraus Kapital zu schlagen. So gelang der TG erst in der fünften Minute durch Nele Hennig ihr erster Treffer. Die Fridingerinnen hatten bis dahin zwei Treffer erzielt. Und vor allem die Halblinke, Clara Frankenstein, bekam die TG in der Anfangsphase nicht in den Griff: nahezu jedes Tor ging in der ersten Viertelstunde auf ihr Konto, bis wohin die Gäste die Tordifferenz auf vier Tore ausbauten (4:8). Doch dann schien sich die TG endlich zu berappen. Plötzlich gelang es den Damen von Coach Gaber, durch dynamische Lauftäuschungen einfache Tore zu erzielen. Und vor allem Sandra Härtl spielte sich Ende der ersten Halbzeit ins Rampenlicht. Die beiden Anschlusstreffer gingen auf ihr Konto, sowie der 7-Meter, der der Turngemeinde kurz vor der Halbzeit zugesprochen wurde, hatte Härtl auf der Hand. Weil Clea Dürner diesen sicher verwandelte, konnte die TG immerhin mit einem 13:13-Unentschieden in die Kabine gehen.

Doch gerne traten die Spielerinnen diesen Gang nicht an. Trainer Gaber las seinen Damen ordentlich die Leviten. Zu viele technische Fehler und hektische Aktionen hatte er gesehen und in der Abwehr zu wenige Unterbrechungen. Und zum Glück machten es die Neckarstädterinnen nach dem Seitenwechsel dann besser. Erneut war es Härtl, die die erste Führung für die TGN erzielte. Allerdings war die HSG nicht gewillt, den Gastgeberinnen nun das Leben leichter zu machen. Es entwickelte sich eine spannende Partie, bei der sich die HSG bis zur 50. Minute nicht abschütteln ließ (23:22). Dann aber legten Stephanie Wachtarz vom Kreis und Sarah Molner mit einem verdeckten Wurf aus dem Rückraum nach. Und die TG-Abwehr mit der souveränen Carla Weiß im Tor ließ Gegentore nun kaum mehr zu. So konnte Nürtingen den Abstand auf drei Tore hochschrauben. Und weil dann Gästespielerin Pia Langeneck eine zweiminütige Strafzeit absitzen musste, erhöhten Dürner und Hennig bis zur 54. Minute den Vorsprung auf 27:24. Doch auch hier gab sich die HSG noch nicht geschlagen, verkürzte nochmals auf 27:25, und dann griff der Fridinger Trainer in seine Trickkiste. Mit einer offenen Manndeckung wollte er die Bundesligareserve zu Fehlern zwingen. Die Nürtinger Damen ließen sich allerdings nicht darauf ein, sondern kamen durch Molner, Härtl und Hennig zu einfachen Toren. Dürner war es dann vorbehalten per Dreher den Endstand zum 31:26 zu markieren. Wenigstens kurz konnte sich das Siegerteam den Platz an der Sonne zurückerobern, bevor das Spiel in Reichenbach gegen den TSV Zizishausen abgepfiffen war.

TG Nürtingen 2: Weiß; Molner (4), C. Gaber, Allgaier, Lalucis, Wachtarz (5), S. Gaber (1), Härtl (6), Niedzielan, Fischer, Dürner (5/3), Eisenbraun (2/1), Hennig (8)

HSG Fridingen/Mühlheim: Krämer, Buschle; Seifert (1), Merz, Özgentürk (3), Frankenstein (7), Rebholz (2), Langeneck, Fritz (2/1), Maurer (4), Schwarz (3), Göggelein (4)

Zeitstrafen: Dürner, Wachtarz, Hennig – Langeneck, Maurer, Göggelein

Schiedsrichter: Edgar Bechstein und Werner Laukenmann (beide TSV Deizisau)

Zuschauer: 60