DHB-Pokal, Frauen

TGN zieht erstmals in die dritte Runde des DHB-Pokals ein

Die TG Nürtingen setzte sich im Zweitrunden-Lokalderby zweier Zweitligisten verdient mit 25:21 gegen die SG H2Ku Herrenberg durch und erreichte damit erstmals die dritte Runde des DHB-Pokals.

Nach torarmen ersten 20 Minuten zog die TGN vorentscheidend zum 12:6-Halbzeitstand davon und verteidigten den Vorsprung während der zweiten Spielhälfte. Es war das Duell zweier personell gebeutelter Mannschaften. Während TGN-Trainer Stefan Eidt neun Feldspielerinnen zur Verfügung fanden sich auf Herrenberger Seite sogar nur acht einsatzfähige Akteurinnen neben den Torhüterinnen auf dem Spielerbogen. Zunächst dominierten die Abwehrreihen und beide Torhüterinnen konnten sich mehrfach auszeichnen. Das erste Tor der Partie war Marie-Christin Beddies vorbehalten – es sollte die einzige Führung der Gäste an diesem Abend bleiben. Denn nach dem Ausgleich durch Julia Bauer brachte Verena Breidert die Gastgeberinnen erstmals in Front (2:1, 3.). Nach dem letztmaligen Ausgleich durch Lea Neubrander per Strafwurf und der erneuten Führung durch Breidert (3:2, 6.) bekam die Spielanzeige eine erste Ruhepause. Es dauerte mehr als sechs Minuten, ehe der nächste Treffer der Partie fiel. Diesen erzielte Delia Cleve für die TG Nürtingen und nötigte Gästecoach Mike Leibssle seine erste Auszeit ab. Doch scheinbar ohne Effekt auf beiden Seiten. Die jeweiligen Angriffsversuche verpufften oder wurden Beute der gut aufgelegten Christine Hesel (TGN) bzw. Monika Lide (SG H2Ku).

So vergingen weitere sechs Spielminuten ehe Lisa Gebhart von Rechtsaußen den Anschlusstreffer für die Kuties erzielen konnte, was wiederum Heimcoach Eidt zum Timeout veranlasste (19.). Und dieses zeigte richtig Wirkung, denn seine Mannschaft konnte sich durch Treffer von Nina Fischer sowie dreimal Verena Breidert auf 8:3 absetzen (25.). Ein weiterer Strafwurftreffer durch Lea Neubrander konnte diesen Lauf aber nur kurz unterbrechen und das Duo Breidert/Fischer legte zwei Treffer nach zur erstmaligen Sechs-Tore-Führung (10:4, 28.). Und diese hatte beim 12:6-Halbzeitstand weiterhin Bestand.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, sodass sich Spannung nicht wirklich einstellen wollte. Ganz nach dem Geschmack der Anhänger des Heimteams. Katrin Schröder erzielte zwar den ersten Treffer der zweiten Spielhälfte für die Kuties, der wurde jedoch umgehend von Julia Bauer beantwortet. Auch eine folgende Unterzahl überstand die TG Nürtingen unbeschadet und konterte die Herrenberger Bemühungen zum Anschluss umgehend. Näher als auf drei Tore beim 16:13 durch Carolin Tuc (43.) kamen die Gäste nicht heran. Hatte die Gästeabwehr in der ersten Hälfte das Spiel über den Kreis noch gut im Griff, kam die TG Nürtingen nun des Öfteren durch Delia Cleve immer wieder zum Erfolg. Spätestens beim 21:14 durch Lenya Treusch zehn Minuten vor dem Ende war die Partie entschieden. In den letzten Minuten der Partie konnte Herrenberg noch etwas Ergebniskorrektur betreiben, doch am Endergebnis von 25:21 war nicht mehr zu rütteln.
Nach den drei Niederlagen zu Saisonbeginn endlich ein Erfolgserlebnis für die Nürtingerinnen. Dieses ist nun mit der Hoffnung verbunden, den Schwung mitzunehmen in die kommenden Ligaaufgaben in Lintfort und Zwickau.
TG Nürtingen: Hesel, Lukau; Kunicke, Fischer (5/1), Wieder (2), Cleve (6), Breidert (7), Siller (1), Quattlender, Bauer (2), Treusch (2) SG
H2Ku Herrenberg: Lide, Elbert; Schröder (2), Kussmaul (1), Tuc (5/1), Zilinskaite, Effinger (1), Neubrandner (4/2), Gebhard (4), Beddies (4)
Schiedsrichter: Kilp/Maier (Oberursel/Steinbach)
Zeitstrafen: Fischer – Schröder, Beddies